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Flugwissen

Neue Handgepäckbestimmungen bei Ryanair: Keine Koffer mehr an Bord?

„Ryanair verbietet Trolleys und Rucksäcke als Handgepäck“ – solche und ähnliche Schlagzeilen waren heute in diversen Zeitungen und Online-Nachrichtenportalen zu lesen.

Ryanair

Tatsächlich treten morgen neue Handgepäckbestimmungen bei Ryanair in Kraft, Schlagzeilen wie die obige sind aber natürlich Unsinn. Kurz zusammengefasst: An der erlaubten Handgepäckmenge und der Form eurer Gepäckstücke ändert sich grundsätzlich gar nichts. Ihr dürft weiterhin wie bisher ein großes Handgepäckstück mit den Maßen 55 x 40 x 20 cm und einem Gewicht von max. 10 kg sowie ein kleines Handgepäckstück mit den Maßen 35 x 20 x 20 cm kostenlos mitnehmen.

Was sich ändert ist der Umgang mit dem Handgepäck, denn als Reaktion auf die zunehmende Menge an Handgepäck im Flugzeug, die bei hoher Fluglauslastung regelmäßig zu Problemen führt, hat Ryanair eine neue Regelung eingeführt: Große Handgepäckstücke werden ab sofort am Gate mit einem Label versehen und im Frachtraum transportiert. Das ganze ist kostenlos, nach der Ankunft erhaltet ihr euer Gepäckstück entweder direkt am Flugzeug oder an der regulären Gepäckausgabe zurück. Das kleine Gepäckstück darf in jedem Fall mit in die Kabine genommen werden.

Wer sein großes Handgepäckstück nicht in den Frachtraum geben möchte, kann die „Priority Boarding“-Option hinzubuchen. Diese kostet in der Regel 6 Euro und erlaubt neben bevorzugtem Einsteigen auch garantiert den Transport beider Handgepäckstücke in der Kabine. Das ist vor allem dann empfehlenswert, wenn man größere elektronische Geräte wie Laptops oder Wertsachen im großen Handgepäckstück transportiert. Wer sparen möchte, packt diese einfach in eine kleine Tasche um sie kostenlos in der Kabine zu transportieren.

Auch wenn man nicht ganz zu Unrecht Gewinnmaximierung hinter diesem Vorgehen vermutet, liegt der Vorteil für Ryanair hier weniger in Zusatzeinnahmen durch Verkauf des Priority Boarding sondern viel mehr im Zeitgewinn beim Ein- und Aussteigen. Wir finden daher, dass dies grundsätzlich eine positive Änderung ist, die auch den Fluggästen zugute kommt. Neben schnellerem Boarding erhöht sich auch der Komfort an Bord, wenn man für persönliche Gegenstände wie Jacken genug Platz in den Gepäckfächern hat und diese nicht auf den Boden legen muss.

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